Archiv

Klickbetrug bei Google AdWords


Mai, 2017

Immer wieder haben Werbetreibende das Gefühl, dass Sie Opfer von Klickbetrug – auch Click Fraud genannt – sind. Sie auch? Ihre Sorge ist nicht ganz unberechtigt. Schätzungen zu Folge entstehen der Werbeindustrie jährlich über 7 Milliarden Dollar Schaden durch Klickbetrug.

Als Klickbetrug bezeichnet man Klicks auf eine bezahlte Anzeige mit der Absicht, dem Werbetreibenden zu schaden.

Welche Gründe gibt es für Klickbetrug?

  • Durch das Klicken entstehen dem Opfer/Werbetreibenden Kosten für Klicks, die nicht zu Conversions führen.
  • Dies kann bewirken, dass das AdWords Tagesbudget des Opfers frühzeitig aufgebraucht wird. Dadurch verschwindet der Werbetreibende für den restlichen Tag aus den bezahlten Ergebnissen der Google-Suche.
  • Der Bot oder der menschliche Klickbetrüger wird sich nur für Sekundenbruchteile auf der Landing Page des Opfers aufhalten, was ggf. dem Qualitätsfaktor schadet.

Der Täter profitiert also doppelt. Zum einen entstehen dem Opfer Kosten und zum anderen werden die Anzeigen des Täters öfter geschalten.

Wie wird der Betrug begangen?

Es gibt grundsätzlich zwei Methoden von Click Fraud: automatisiert und manuell. Automatisierter Klickbetrug verwendet Software, um wiederholt auf Ihre Anzeigen zu klicken. Laut dem „Bot Traffic Report 2016“ von Incapsula werden nur etwa 48,2% der Online-Aktivitäten von Menschen ausgeführt. Etwa 22,9% des Traffics ist auf „gute Bots“ und 28,9% auf „böse Bots“ zurückzuführen.

Klickbetrug
Klickbetrug

Manueller Klickbetrug wird von echten Menschen ausgeführt. Manchmal wird hier der Täter, z.B. ein Konkurrent, selbst tätig und klickt auf Ihre Anzeigen. Alternativ beauftragt er Dienstleister (häufig aus dem Ausland) diese unschöne und zeitintensive Arbeit für ihn zu erledigen.

Google hat dieses Problem bereits erkannt und ein dreistufiges System entwickelt, um Klickbetrug zu bekämpfen.

  • Automatischer Filter: Dieser filtert ungültige Klicks in Echtzeit. Sie erscheinen nicht in den Berichten und das AdWords-Budget wird gar nicht erst belastet.
  • Automatische Analyse: Google untersucht Anomalien und Fluktuationen. Wenn irgendetwas auffällig erscheint, wird Ihnen Betrag X automatisch wieder gutgeschrieben. Diese so genannten „Ungültigen Klicks“ können Sie sich im AdWords-Konto anzeigen lassen.
  • Manuelle Überprüfung: Wenn Ihnen ungewöhnliches Klickverhalten auffällt, besteht die Möglichkeit bei Google eine manuelle Untersuchung Ihrer Klicks zu beantragen. Der maximal zu untersuchende Zeitraum beträgt die letzten beiden Monate.

 

Wie erkenne ich Klickbetrug?

Ungewöhnliches Klickverhalten von normalen, saisonalen Effekten zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. Hier ist es wichtig, dass Sie einen Vergleichszeitraum wählen. Drei mögliche Indikatoren für Klickbetrug sind:

  • Ihr Budget wird neuerdings ungewöhnlich früh aufgebraucht.
  • Bestimmte Placements in Ihren Display-Kampagnen haben auffällig hohe Klickraten.
  • Eine erhöhte Absprungrate bzw. eine massiv gesunkene durchschnittliche Seitenverweildauer der Nutzer.

Darüber hinaus gibt es noch spezielle Software, die bei Klickbetrug bzw. dem Verdacht auf Click Fraud helfen kann. Mit dieser werden wir uns in einem späteren Blogbeitrag befassen.

Sie haben den Verdacht, dass Sie Opfer von Klickbetrug bzw. Click Fraud geworden sind? Dann lassen Sie uns diesem Problem gemeinsam nachgehen! Kontaktieren Sie uns einfach unter +49 911 99 28 5881 oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

Chancen durch Longtail-Keywords?


August, 2016

Als Longtail Keywords bezeichnet man Suchbegriffe, welche sich aus einer Kombination verschiedener Suchbegriffe zusammensetzen und daher oft ein geringeres Suchvolumen aufweisen als ein einzelnes, generisches Keyword.

Einsparpotential bei AdWords

Zunächst würde man wohl meinen, dass ein Begriff wie z. B. „Schuhe“ als gebuchtes Keyword als ideal erscheint.  Doch „Schuhe“ als Keyword wird eine enorme Konkurrenz besitzen und von vielen Wettbewerbern aus verschiedenen Branchen verwendet werden. Es liegt in der Natur des Marktes und dem Gebotssystem von Google, dass für solche Begriffe hohe Preise pro Klick bezahlt werden müssen. Gleichzeitig ist es so, dass mit einer spezifischeren Suchanfrage wie z. B. „rote Fußballschuhe von Puma“ ein höheres Kauf-/Abschluss-Interesse einhergeht. Somit profitieren Werbetreibende mit longtailigen Keywords doppelt. Erstens ist nicht selten ein geringerer Klickpreis zu bezahlen und zweitens werden die Streuverluste eingeschränkt, wenn der Kunde genau das findet, wonach er gesucht hat.

Grafik Keywordpotenziale

Chancen für regionale KMU’s

Ganz gleich ob lokaler/regionaler Bäcker, Elektriker, Schreiner oder das familiäre Schuhfachgeschäft. Fast alle Unternehmen müssen sich in Zeiten der Digitalisierung um Sichtbarkeit im Netz und auf den großen Suchmaschinen bemühen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Selbst in kleinen Dörfern ist Google häufig der erste Ansprechpartner des Neubürgers. Dies bietet Chancen! Gerade Suchbegriffe wie „Fußballschuhe in Nürnberg“ sind ein Indiz dafür, dass Kunden eine persönliche Beratung und Anprobe vor Ort wünschen. Anstatt also in den kostenintensiven Wettbewerb um das Keyword „Schuhe“ zu treten, ist es oft sinnvoller sich als regionales Unternehmen auf die eigenen Stärken zu besinnen und seine Kunden dort abzuholen, wo sie nach einem suchen. Dies gilt sowohl für AdWords als auch für die Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite.