Smarte SEA Kampagnen vs. andere Ads-Kampagnentypen

Würden Sie eine smarte Google Ads Anzeige von einer “normalen” unterscheiden können?  
 
Rein optisch sieht der Nutzer zwischen beiden Kampagnentypen keinen Unterschied. Für den SEA Experten, der hinter die Kulissen blickt, unterscheidet sich der smarte Kampagnentyp jedoch ganz klar von einer normalen Such- oder Shoppingkampagne. Aber was genau unterscheidet die beiden Arten der Kampagnentypen voneinander? 

Smarte Google Ads Kampagnen 

Bei den sogenannten smarten Kampagnen handelt es sich um Kampagnen, die von Google gesteuert werden – ehemals AdWords Express Kampagne genannt. Diese datengetriebenen und von einem Algorithmus gesteuerten Kampagnen sind automatisiert und sollen mit einem festgelegten Budget den größtmöglichen Wert erzielen. Hinzu kommt, dass bei den smarten Kampagnen keine Aktivierung von Anzeigenerweiterungen wie Sitelinks, Zusatzinformationen oder Standort notwendig ist. Denn auch diese werden von Google automatisch erstellt. Das klingt doch super, oder?  
Bevor Sie sich allerdings für eine smarte SEA Kampagne entscheiden, sollten Sie diesen Kampagnentyp erst einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen!  

Vor- und Nachteile einer smarten Kampagne 

Basierend auf den zugrunde liegenden Daten lernt der Algorithmus durch das Variieren und Testen der Anzeigen. Im Laufe dieses maschinellen Lernprozesses werden die Anzeigen automatisch angepasst. Daraufhin prognostiziert Google anhand der Auswertung des Nutzer-Suchverhaltens, welche Anzeige ausgespielt werden soll, um eine größtmögliche Wirksamkeit zu erzielen. 

Vorteil dieser smarten Kampagnen ist eine vereinfachte Verwaltung.   Bei einer herkömmlichen Suchkampagne haben Sie deutlich mehr Aufwand, da in diesem Fall die Entscheidungen, wie welche Anzeige ausgespielt wird, selbst getroffen werden müssen. Diese Entscheidungen können Sie dagegen bei einer smarten Suchkampagne gar nicht treffen, da diese nur beschränkt bearbeitet werden können. Vorteil dabei ist, dass Ihnen dieser Aufwand abgenommen wird, aber gleichzeitig ist der Nachteil, dass Sie wenig Kontrolle haben. So haben Sie beispielsweise keine Kontrolle über das Gebotsmanagement, da dieses komplett von Google übernommen wird. Hierbei fehlt jedoch die Transparenz, wie die Gebote eingerichtet werden. Auch die Suchbegriffsberichte sind deutlich eingeschränkt. Eine Kontrolle von Streuverlusten wird hier fast unmöglich gemacht. 

Bei den klassischen Suchkampagnen haben Sie dagegen mehr Kontrolle. In den klassisch gesteuerten Kampagnen können sowohl Ziele und als auch CPCs klar definiert werden. Natürlich müssen Sie abwägen, ob Sie die Zeit aufwenden möchten, Ihre CPC Gebote manuell zu steuern. Doch auch hier bietet Google Automatismen, die mithilfe der üblichen KPIs viele Möglichkeiten bieten einzuschreiten. Zudem können Sie die Sprache und die Keywords aller manuell eingerichteten Anzeigeerweiterungen festlegen und anhand der Performance ändern.  

Während bei einer gewöhnlichen Suchkampagne die Keywords, Keyword-Optionen und Anzeigengruppen manuell eingestellt, bearbeitet und verwaltet werden müssen, werden diese bei smarten Suchkampagnen anhand von Keyword-Themen automatisch generiert. Dabei sollen die Smart-Anzeigen gezielt bei relevanten Suchanfragen in der Google-Suche, in Google Maps, auf YouTube, in Gmail und auf Google Partner-Websites ausgeliefert werden. Streuverluste können hierbei nicht aktiv vermieden werden. 

Bei konventionellen Kampagnen dagegen können Sie benutzerdefinierte Anpassungen wie z.B. das Hinzufügen neuer Keywords, das Pausieren oder Löschen bestehender Keywords und das konsequente negativeren von irrelevanten Suchbegriffen (Negatives) vornehmen. Dank dieser individuellen Einstellungen können Sie gezielt Streuverluste vermeiden.  

Sie möchten mit einer Kampagne mehrere Landingpages bewerben? Das ist bei smarten Kampagnen leider nicht möglich – hier wird pro Kampagne nur eine Landingpage unterstützt.  Beim normalen Kampagnentyp dagegen werden mehrere Landingpages pro Kampagne unterstützt. So können Sie User über Ihre Anzeigen direkt auf die für ihn relevante Seite weiterleiten. 

 

Fazit 

Trotz der Zeitersparnisse des smarten Kampagnentyps sollte man nicht auf die Verwendung einer normalen Suchkampagne verzichten. Zwar weisen smarte Kampagnen durchaus viele Vorteile auf, dennoch bevorzugen erfahrene SEA-Manager/innen den herkömmlichen Kampagnentyp. Denn durch die weitaus detaillierteren Möglichkeiten der Steuerung auf Kampagnen-, Anzeigengruppen-, Anzeigen-, Keyword- und Suchbegriffsebene kann die Performance der Kampagne besser gesteuert und kontrolliert werden. Das Dashboard mit Statistiken der smarten Kampagne ist kein Vergleich zur transparenten Auswertung von anderen Kampagnentypen. Wenn Sie Wert auf Transparenz und Kontrolle legen, sollten Sie sich daher gegen smarte Kampagnen entscheiden.  

Kampagnenoptimierung ist für SEA-Experten das A und O: Deshalb nutzen Agenturen bei der Betreuung eines Google Ads Accounts gerne alle zur Verfügung stehenden Optimierungsmöglichkeiten. Denn nur dadurch werden die Steigerung des Kampagnenerfolges und Minimierung des Streuverlustes erzielt.  Hierbei mangelt es bei dem smarten Kampagnentyp an Möglichkeiten in die laufende Kampagne einzugreifen und diese in die gewünschte Richtung zu lenken. Bei dem klassischen Kampagnentyp hingegen können individuelle Maßnahmen getroffen werden, um die Potenziale der SEA-Kampagne voll ausschöpfen zu können. Welchen Kampagnentyp bevorzugen Sie? Teilen Sie gerne Ihre Meinung und Erfahrung mit uns oder kontaktieren Sie uns bei Bedarf unter info@adojo.de oder telefonisch +49 911 24 030 050 für eine ausführliche SEA-Beratung. 

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top