SEO-Trends 2016


Februar, 2016
Rebecca Hönmann

Trend 1:          „Mobile First“

Seit 21. April 2015 legt Google seinen Fokus auf die mobile Webseiten-Optimierung.  „Mobile first“ bedeutet, dass das Design der mobilen Seite vor dem der Desktop-Ansicht steht: Galt die mobile Seite vor kurzem lediglich als kompakte Ergänzung für die Desktop-Version, hat mittlerweile die Gestaltung der mobilen Webseite Priorität. Mit dieser veränderten Gewichtung antwortet Google auf die derzeitige allgemeine Entwicklung des User-Suchverhaltens: Die mobile Internetnutzung hat die desktopbasierte Suche bereits überholt.

Eine Seite gilt laut Google als „mobil optimiert“, wenn

  • die Inhalte auf mobilen Endgeräten auf Anhieb lesbar sind
  • die Inhalte sich automatisch an die Größe des Displays anpassen
  • diese nur kurze Ladezeiten hat
  • weiterführende Links auf einer Seite problemlos aufrufbar sind

Diese Faktoren haben Einfluss auf das Page-Ranking und somit die Sichtbarkeit der einzelnen Seiten. Für ein gutes Page-Ranking der eigenen Website bei Google muss eine mobile Unterstützung grundsätzlich erst einmal vorhanden und im Optimalfall nach den oben genannten Kriterien optimiert sein. Ist dies nicht der Fall und Smartphone- oder Tablet-Nutzer werden gezwungen auf ihrem mobilen Gerät Desktop-Webseiten aufzurufen, führt dies zu einem schlechteren Ranking.

Daher ist nicht nur bei E-Commerce-Unternehmen Handlungsbedarf erforderlich, sondern auch bei allen anderen Website-Betreibern, die in Zukunft nicht an Sichtbarkeit und somit Usability und (Neu-)Kunden verlieren wollen.

Trend 2:          Aus „Content is King“ wird „Content is Kaiser“

Diesem Grundsatz zu entsprechen ist prinzipiell ganz einfach. „Content is King“ ist bereits ein viel genutzter Begriff und bedeutet: schreiben Sie sinnvolle, relevante und einfache Texte, die verständlich und frei von Fehlern sind, um die Suchergebnisse der eigenen Webseite maßgeblich und positiv zu beeinflussen. Klingt einfach, benötigt allerdings vorherige intensive Recherche und spezielles Know-How, sowie individuelle Tipps und strategisches Vorgehen. Zu beachten gilt beispielsweise, dass die Inhalte auf jeden Fall mit wichtigen Keywords bestückt sind – bitte aber nicht mit diesen überladen werden.

Ein guter Webcontent erfüllt eine Reihe von Kriterien:

  • einzigartig
  • aktuell
  • zielgruppenspezifisch
  • informativ
  • gut strukturiert
  • fehlerfrei
  • enthält relevante Keywords

Zusammengefasst bedeutet dies: Je hochwertiger der Content Ihrer Website, desto besser auch Ihre Sichtbarkeit und somit Ihr generierter Traffic, Leads und Backlinks. Im Jahr 2016 wird Google noch einmal verstärkt die Inhalte der einzelnen Websites durchleuchten und gegebenenfalls Anpassungen in deren Ranking vornehmen. Aus „Content is King“ wird somit wohl eher „Content is Kaiser“. Um sich also vor einer Abwertung zu schützen, sollte jeder Website-Betreiber seinen Nutzern im kommenden Jahr in erster Linie qualitativ hochwertige und kreative Inhalte, sprich einen Mehrwert, bieten können.

Trend 3:          Kurze Ladezeit als Erfolgsgranat

Erfahrungsgemäß lässt sich sagen: Dauert eine Seite länger als drei Sekunden um sich zu laden, werden ca. 50% der Nutzer die Seite direkt wieder verlassen. Hohe Ladezeiten einer Webseite können somit wahre Conversion-Killer sein und die Absprungrate in die Höhe treiben.  Das bedeutet der Page Speed der Website steht in engem Zusammenhang mit der allgemeinen Nutzerfreundlichkeit. Da diese im Laufe der letzten Jahre immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird auch der Ladezeit immer mehr Beachtung zuteil.

Darüber hinaus ist der Page Speed auch ein wichtiges Ranking-Kriterium für Google. Insbesondere in Verbindung mit der zunehmenden Fokussierung auf die mobile Website-Darstellung (siehe Trend 1) ist die Ladezeit auch für 2016 ein zentrales Thema.

Trend 4:          Video, Video, Video

YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Seit Mitte 2015 wird dieses enorme Kundenpotenzial – Tendenz steigend – auch im Online-Marketing verstärkt für sich genutzt. Und zwar erfolgreich mit Hilfe von Video- oder Display-Werbung. Im ersten Schritt passiert dieser Art der Werbung über YouTube mit Hilfe von AdWords. Um jedoch auch von den potentiellen Kunden gefunden zu werden, bedarf es einiger SEO-Maßnahmen, die speziell auf die Optimierung der Beschreibungen, der Auswahl relevanter Keywords und die korrekte Einbindung auf Ihrer Website abzielen. Zusätzlich erklärt die enge Verzahnung mit dem Social Media-Bereich den starken Anstieg der Videowerbung. Durch die Möglichkeit des Kanal-Abonnements und Video-Sharings (Teilen, Liken, etc.) sind die sozialen Kanälen wie Facebook, Twitter & Co. für die Videowerbung sehr erfolgsversprechend. Besonders hinsichtlich der Marketing-Ziele „Erhöhung von Traffic“ und „Generierung von zusätzlichem Umsatz“ sind hier enorme Reserven versteckt. Nutzt man diese richtig, liegt der Vorteil daran besonders darin, dass man prinzipiell nur für den Anstoß sorgen muss, die Verbreitung kommt dann ganz von selbst ins Rollen. Die Reichweite ist, macht man es richtig, enorm. Wichtig ist natürlich, die Qualität und zielgerichtete Konzeption geschalteten Videos und der eingesetzten Maßnahmen.

Trend 5:          Soziale Netzwerke im Fokus

Die Beliebtheit Ihrer Website oder Beiträge zu unternehmensrelevanten Inhalten innerhalb der sozialen Medien spielen eine immer größer werdende Rolle. Schnelle und vor allem weite Verbreitung der Nutzeranerkennung sind hier die großen Pluspunkte. Wird ein Beitrag mit einem Link zu Ihrer Website auf Facebook, Twitter & Co. häufig geliked oder geteilt, lässt Google dies zusätzlich in das Ranking einfließen. Die logische Folge aus der stark steigenden Aufmerksamkeit die den sozialen Medien zuteilwird, ist, dass diese für das Online-Marketing in den kommenden Monaten auch immer mehr an Bedeutung gewinnen. Der Einsatz geeigneter Maßnahmen wird daher im Jahre 2016 deutlich zunehmen. Ziele der einzelnen Website-Betreiber sind dabei unter anderem die Generierung externer Links (sog. Backlinks), das Gewinnen von Fans, sowie die Interaktion (Teilen, Folgen, Liken etc.) mit unternehmensbezogenen Informationen um die eigene Popularität und somit die Sichtbarkeit und das Ranking innerhalb der Suchmaschinen zu erhöhen – und damit sind sie immer genau am Puls der Zeit! Zuletzt sind der Linkaufbau und soziale Interaktionen auch für das lokale SEO wichtig, da sich dadurch der regionale Bezug Ihres Unternehmens einfach herstellen lässt.