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AdWords Redesign: Neue Benutzeroberfläche verfügbar


Juni, 2017

Was ist neu?

2016 hat Google die Google Analytics Oberfläche überarbeitet. So war es wahrscheinlich, dass die Überarbeitung des Google AdWords Designs in einem ähnlichem Stil bald folgen wird. Jetzt ist es soweit: Bei den ersten Google AdWords-Konten kann die neue Bedienoberfläche bereits getestet werden. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen.
 

Alles Optik?

Schnell viele Informationen: Das neue Design der AdWords-Oberfläche

An den Funktionen von Google AdWords hat sich bisher nicht viel verändert. Ähnlich dem Analytics Design hat Google stark darauf gesetzt, die wichtigsten Informationen auf wenigen, graphisch ansprechenden Charts sichtbar zu machen. Für kleine bis mittelgroße AdWords-Accounts scheint dies sinnvoll. Hingegen große, performance getriebene Werbekonten könnten an Übersichtlichkeit verlieren.Google beschreibt die Oberfläche als „schneller“, „intuitiver“ und dass es nun einfacher sei, Dinge zu erledigen.
 

Was kommt, was geht

Was für unerfahrene Nutzer in der neuen UX einfacher wird, kann jedoch auch gefährlich werden. Manche Funktionen und Optionen sind in der neuen Oberfläche nicht mehr vorhanden, so fällt beispielsweise der Kampagnentyp „Suchnetzwerk mit Displayauswahl“ weg. Dafür bietet Google bei der Erstellung von neuen Kampagnen nun die Möglichkeit Werbeziele auszuwählen, ähnlich wie es andere Werbenetzwerke bereits tun. Hier liegt jedoch eine Gefahr für unerfahrene Werber: Denn ob die Voreinstellungen von Google dann zu den jeweiligen Bedürfnissen passen, erfahren die Nutzer erst, wenn bereits Geld geflossen ist.
 

Zielvorhaben & Werbeziele in der neuen AdWords-Oberfläche

 

Wann ist die neue Oberfläche für mein Konto verfügbar?

Wie Google entscheidet, für welche Konten die Beta zur Verfügung steht, geschieht per Zufallsprinzip – erzwingen lässt sich nichts. Peu à peu werden immer mehr AdWords-Konten auf das neue System umgestellt. Der endgültige Rollout soll dann Ende dieses Jahres erfolgen.
 

Fazit

Für erfahrene AdWords-Manager ist die neue Optik wie der Umstieg von iOS6 auf iOS7 oder Windows 7 auf 10: Nicht alle werden es mögen, aber der Umstieg geht schnell, man gewöhnt sich daran. Für unerfahrene Nutzer wirkt der Einstieg im ersten Moment einfacher. Doch gerade die starke Führung durch das Google System macht eine Beratung durch AdWords-Experten noch sinnvoller als bisher.

Klickbetrug bei Google AdWords


Mai, 2017

Immer wieder haben Werbetreibende das Gefühl, dass Sie Opfer von Klickbetrug – auch Click Fraud genannt – sind. Sie auch? Ihre Sorge ist nicht ganz unberechtigt. Schätzungen zur Folge entstehen der Werbeindustrie jährlich über 7 Milliarden Dollar Schaden durch Klickbetrug.

Als Klickbetrug bezeichnet man Klicks auf eine bezahlte Anzeige mit der Absicht, dem Werbetreibenden zu schaden.

Welche Gründe gibt es für Klickbetrug?

  • Durch das Klicken entstehen dem Opfer/Werbetreibenden Kosten für Klicks, die nicht zu Conversions führen
  • Dies kann bewirken, dass das AdWords Tagesbudget des Opfers frühzeitig aufgebraucht wird. Dadurch verschwindet der Werbetreibende für den restlichen Tag aus den bezahlten Ergebnissen der Google-Suche.
  • Der Bot oder der menschliche Klickbetrüger wird sich nur für Sekundenbruchteile auf der Landing Page des Opfers aufhalten, was ggf. dem Qualitätsfaktor schadet.

Der Täter profitiert also doppelt. Zum einen entstehen dem Opfer Kosten und zum anderen werden die Anzeigen des Täters öfter geschalten.

Wie wird der Betrug begangen?

Es gibt grundsätzlich zwei Methoden von Click Fraud: automatisiert und manuell. Automatisierter Klickbetrug verwendet Software, um wiederholt auf Ihre Anzeigen zu klicken. Laut dem „Bot Traffic Report 2016“ von Incapsula werden nur etwa 48,2% der Online-Aktivitäten von Menschen ausgeführt. Etwa 22,9% des Traffics ist auf „gute Bots“ und 28,9% auf „böse Bots“ zurückzuführen.

Manueller Klickbetrug wird von echten Menschen ausgeführt. Manchmal wird hier der Täter, z.B. ein Konkurrent, selbst tätig und klickt auf Ihre Anzeigen. Alternativ beauftragt er Dienstleister (häufig aus dem Ausland) diese unschöne und zeitintensive Arbeit für ihn zu erledigen.

Google hat dieses Problem bereits erkannt und ein dreistufiges System entwickelt, um Klickbetrug zu bekämpfen.

  • Automatischer Filter: Dieser filtert ungültige Klicks in Echtzeit. Sie erscheinen nicht in den Berichten und das AdWords-Budget wird gar nicht erst belastet.
  • Automatische Analyse: Google untersucht Anomalien und Fluktuationen. Wenn irgendetwas auffällig erscheint, wird Ihnen Betrag X automatisch wieder gutgeschrieben. Diese so genannten „Ungültigen Klicks“ können Sie sich im AdWords-Konto anzeigen lassen.
  • Manuelle Überprüfung: Wenn Ihnen ungewöhnliches Klickverhalten auffällt, besteht die Möglichkeit bei Google eine manuelle Untersuchung Ihrer Klicks zu beantragen. Der maximal zu untersuchende Zeitraum beträgt die letzten beiden Monate.

 

Wie erkenne ich Klickbetrug?

Ungewöhnliches Klickverhalten von normalen, saisonalen Effekten zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. Hier ist es wichtig, dass Sie einen Vergleichszeitraum wählen. Drei mögliche Indikatoren für Klickbetrug sind:

  • Ihr Budget wird neuerdings ungewöhnlich früh aufgebraucht.
  • Bestimmte Placements in Ihren Display-Kampagnen haben auffällig hohe Klickraten.
  • Eine erhöhte Absprungrate bzw. eine massiv gesunkene durchschnittliche Seitenverweildauer der Nutzer.

Darüber hinaus gibt es noch spezielle Software, die bei Klickbetrug bzw. dem Verdacht auf Click Fraud helfen kann. Mit dieser werden wir uns in einem späteren Blogbeitrag befassen.

Sie haben den Verdacht, dass Sie Opfer von Klickbetrug bzw. Click Fraud geworden sind? Dann lassen Sie uns diesem Problem gemeinsam nachgehen! Kontaktieren Sie uns einfach unter +49 911 99 28 5881 oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

Der AdWords gclid Parameter – Probleme und Lösungen


Januar, 2017

Was ist der gclid Parameter?

Gclid ist die Abkürzung für Google Click Identifier, übersetzt also Google Klick Kennzeichner. Es handelt sich dabei um einen Parameter, der an jede URL angehängt wird, sobald der User durch Klick auf eine AdWords Anzeige auf eine Webseite gelangt.

Beispiel gclid Parameter
gclid Parameter

Bei bestehender Verknüpfung von Google Analytics und Google AdWords muss, im Zuge des Datenaustausches, dem Google Analytics System mitgeteilt werden, ob ein Nutzer auf eine AdWords Anzeige geklickt hat. Diese Informationen werden durch den gclid Parameter übertragen. Voraussetzung hierfür ist, dass die automatische Tag Kenzeichnung in Google AdWords aktiviert ist.

 

Wo wird gclid aktiviert bzw. deaktiviert?

Der gclid Parameter kann im AdWords Backend unter Einstellungen/Tracking aktiviert bzw. deaktiviert werden. Zu beachten gibt es allerdings, dass die voreingestellte Tag-Kennzeichnung nur notwendig ist, wenn man die Daten in Analytics auch tatsächlich auslesen möchte.

Grafik Automatische Tag Kennzeichung
Aktivierung/Deaktivierung der AdWords Tag Kennzeichnung (gclid)

 

Wo häufig Probleme mit dem gclid entstehen

Leider kollidiert der gclid Parameter mit einigen Shop-/Website-Erweiterungen, die URLs „suchmaschinenfreundlich“ gestalten. So würde eine solche Erweiterung beispielsweise aus dem URL-Element /index.php?id=42 ein URL-Element wie /angebot/produkte formen. Shop interne URL-Rewrite Module haben meist ebenfalls Probleme mit dem gclid Parameter.

 

Welche Probleme entstehen?

Das URL-Rewrite Modul des Shopsystems kann den kryptischen gclid Code nicht mehr sinnvoll umwandeln und erzeugt eine Fehlerseite. Bedeutet, ein User der auf Ihre Anzeige geklickt hat, landet nicht auf einer passenden Zielseite, sondern auf einer allgemeinen Fehlerseite. Häufig mit einem Vermerk wie diesem: „Entschuldigung diese Seite wurde leider nicht gefunden“. Es entstehen also Kosten ohne Chance auf Umsatz und verärgerte Besucher.

 

Wie kann ich herausfinden, ob mein Shop betroffen ist?

Die Identifikation des Problems ist nicht ganz einfach, denn das Google Anzeigevorschau-Tool und auch das Klicken der Anzeige aus dem Google AdWords Backend heraus führt meist nicht zur gleichen URL, wie das Klicken der Anzeige in den Suchergebnissen.

Es gibt dennoch drei Möglichkeiten, wie Sie herausfinden können ob Ihr Onlineshop oder Ihre Webpräsenz von dem gclid Problem betroffen ist.

1. Mit dem AdWords URL Tester kann überprüft werden, ob URLs mit gclid funktionieren. Zudem werden auch 404 Seiten und andere Fehlerquellen aufgetan.

2. Mit diesem vorgefertigten Adwords Script der Data Inside GmbH können Sie alle Links testen und werden per E-Mail informiert, sobald Verlinkungen ins Leere laufen.

3. Eine weitere, aber weniger empfehlenswerte, Möglichkeit ist es, jede einzelne Ihrer Anzeigen in den Google Suchergebnissen anzuklicken um so zu testen, ob die Anzeige auf die von Ihnen gewünschte Zielseite verlinkt. Die Vorgehensweise führt allerdings, durch den Anzeigenklick in den Google Suchergebnissen, zu Kosten.

 

Vorgehensweise zur Lösung des Problems

Zuerst sollte immer in Erfahrung gebracht werden, um was für ein Shopsystem es sich handelt. In den meisten Fällen sind ältere Shopsysteme wie z.B. Oxid, JTL aber auch ältere Typo3 Versionen, betroffen. Anschließend muss die Funktionalität des Re-Write Moduls im Shopsystem überprüft werden. Diese Aufgabe sollte von einem erfahrenen Programmierer oder Ihrem Administrator durchgeführt werden. Hierzu erhalten Sie Hilfestellung von Google.

Wir unterstützen Sie bei diesem Thema gerne! Senden Sie uns einfach eine Email an info@adojo.de oder rufen uns unter der +49 911 99 28 5881 an.

Google AdWords ändert das Anzeigenformat


August, 2016

Und wieder gibt es etwas Neues bei Google: Die bereits im Mai vorgestellten Änderungen sind nun endlich verfügbar: Expanded Text Ads (ETA).

Was bedeutet dies konkret?

Das bedeutet im Klartext: Google verlängert die AdWords Textanzeigen. Bisher stand Werbetreibenden eine Überschrift mit 25 Zeichen für Ihre Anzeigen zur Verfügung. Mit der Änderung sind es nun zwei Überschriften, die jeweils aus bis zu 30 Zeichen bestehen können. Das Roll-Out findet am 26. Oktober 2016 weltweit statt. Bis dahin existieren alte und neue AdWords-Anzeigen parallel. Nach dem 26. Oktober 2016 wird das alte Format allerdings eingestellt.

Bei den Expanded Text Ads handelt es sich um eine optimierte Darstellung der Website auf Mobilgeräten, um die mobile Performance zu verbessern. Die ETAs werden jedoch auch bei Desktop-Suchergebnissen ausgespielt. Zusätzlich zu der höheren Anzahl an verfügbaren Zeichen für Headlines, steigt auch beim Beschreibungstext die maximale Zeichenanzahl auf 80 Zeichen. Auch die angezeigte URL bietet nun mehr Spielraum für die Kreativität der Werbetreibenden. Sie wird von 25 auf 30 Zeichen erhöht, allerdings unterteilt in 2 Pfadbereiche á 15 Zeichen.

Welche Vorteile ergeben sich dadurch?

Insgesamt wird dem Werbetreibenden mehr Kontrolle und mehr Spielraum für Kreativität gegeben. Aufgrund der erhöhten Zeichenanzahl lassen sich nun gezieltere und individuellere Anzeigen schalten. Darüber hinaus kann die Präsenz und somit die Klickrate gesteigert werden. Ebenso können Anzeigen gezielt auf unterschiedlichen Geräten ausgespielt werden. So kann der Werbetreibende nun entscheiden ob die Anzeige auf dem Desktop, auf Tablets oder Smartphones geschaltet wird.

 

Beispielsweise könnte die neue AdWords-Anzeige nun wie folgt aussehen:Unbenannt2

Im Vergleich hierzu das alte Anzeigenformat:

Unbenannt

Unsere Empfehlung: Stellen Sie Ihre AdWords-Anzeigen rechtzeitig um! Dies ist, bei einer großen Anzahl an Kunden, zwar langwierig und aufwendig, lohnt sich aber! Alle Kampagnen die bis 26. Oktober nicht umgestellt sind, werden vermutlich automatisch angepasst und verlieren daher mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Anzeigenrang! Zusätzlich sind Korrekturen im Nachhinein erforderlich.