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Standorte richtig verwalten mit dem Google My Business Bulk-Upload


Mai, 2018

Die Pflege von Google My Business kann schnell zu einer Sisyphusarbeit werden, wenn man eine große Anzahl an Standorten verwalten muss. Beispiele sind die Standorte eines Filialunternehmens wie einem Einzelhändler oder einer Restaurant-Kette. Hierfür hat Google den Bulk-Upload bzw. die Bulk-Standortverwaltung geschaffen. Mit einer Tabelle können gleichzeitig und in wenigen Momenten alle Standortdaten aktualisiert werden. Klingt gut? Ist es auch! Wenn da nicht die Details wären, von denen Google nicht spricht …

 

Google My Business wird immer wichtiger und ausgebaut

Dass jedes Unternehmen einen kostenlosen Google My Business-Eintrag haben sollte, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Google hat sich ja das Thema Local SEO groß auf die Fahne geschrieben und Google My Business spielt darin eine entscheidende Rolle. Die AdWords-Manager brauchen einen Google My Business-Eintrag, um den Anzeigen die Standorterweiterung hinzufügen zu können. Außerdem hat dieses Produkt für Google – und ehrlicherweise ja auch für den Nutzer – den Vorteil, dass man Informationen wie Öffnungszeiten oder die Adresse eines Standortes direkt in den SERP sehen kann und nicht noch auf eine weitere Seite klicken muss. Daher arbeitet man in Mountain View auch stark an der Weiterentwicklung.

Eine noch relativ junge Funktion, das Posten von Beiträgen direkt in die SERP von Google, hat übrigens meine Kollegin Milena Hopp im Sommer 2017 vorgestellt: Google My Business: Nutzer kostenlos über Werbeaktionen & Veranstaltungen informieren.

Darüber hinaus ist es seit Kurzem möglich, eine bis zu 750 Zeichen lange Unternehmensbeschreibung einzufügen. Im Gegensatz zu Beiträgen ist diese auch über den Bulk-Upload aktualisierbar. Diese Neuerung wurde aber ziemlich still und heimlich eingeführt. Wir haben das neue Feld eher zufällig entdeckt. Bei meinen Tests konnte ich noch keine solche Beschreibung in den SERP sehen.

 

Voraussetzungen für die Freischaltung des Bulk-Uploads

Mindestens zehn Standorte müssen innerhalb eines Google My Business-Accounts verwaltet werden, damit Google die Bulk-Standortverwaltung freischaltet. Darüber hinaus muss das Unternehmen „… den Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google entsprechen, um auf Google Maps, in der Google-Suche und in anderen Google-Produkten zu erscheinen.“ Vieles, was dort beschrieben wird, sollte eigentlich logisch bzw. im Sinne des Standort-Inhabers sein.

Die Schritte bis zur finalen Freischaltung beschreibt Google hier: Bulk-Standortverwaltung – Überblick.

„Die Bulk-Bestätigung für Standorte kann etwa eine Woche dauern.“, schreibt Google, Fehler in der Upload-Datei können zu einer weiteren Verzögerung führen. Doch unsere Erfahrung zeigt, dass es auch bei einer nahezu fehlerfreien Datei eher mehrere Wochen dauern kann. Die Mitarbeiter am Hörer beim Google My Business Support können hier auch nicht beschleunigend eingreifen, da die Freigabe von einer anderen Abteilung erteilt werden muss.

 

Die richtige Vorlage für Ihre Upload-Datei

Wie die Upload-Datei aufgebaut sein muss, sehen Sie am besten an der Beispieltabelle, die Google My Business zum Download anbietet. Die „Beispieltabelle“ ist dabei die bessere Wahl als die „Vorlage“, da sie Beispielwerte enthält. Die Vorlage enthält lediglich die Spaltennamen.

Dass es besser ist, das csv-Format zu verwenden als Excel und dieses mit einem Editor zu öffnen, wird online an derart vielen Stellen diskutiert und beschrieben, dass ich darauf hier nicht weiter eingehen will. Nur so viel:

  • Excel trennt Spalten in csv-Dateien mit Semikolon, Google möchte Kommata als Trenner.
  • Excel setzt den Inhalt jeder Spalte in Anführungszeichen, Google mag das angeblich nicht.

„Angeblich“, da die Beispieltabelle sehr wohl Spalten enthält, die mit Anführungszeichen beginnen und enden, obwohl diese beim Upload durch Google My Business als Fehler deklariert werden und entfernt werden müssen. Kein Problem, dann eben ohne Anführungszeichen …

So lädt man die Beispieltabelle herunter:

1. Auf den blauen Button klicken:

Google_my_Business_bulk-Upload_Template-Download

 

 

 

2. „Standorte aus einer Datei importieren“ klicken

Google_my_Business_bulk-Upload_Template-Download_2

 

 

 

 

3. „Beispieltabelle herunterladen“ klicken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Achtung bei mehr als einer Öffnungszeit pro Tag

Auf Anführungszeichen zu verzichten ist kein Problem, solange die Standorte nur eine Öffnungszeit pro Tag haben. Bei Einzelhändlern ist das mittlerweile ja meist der Fall. Doch Restaurants oder auch Behörden legen durchaus mal eine Pause im Laufe des Tages ein. Wie dies in der Bulk-Upload-Tabelle einzutragen ist, finden Sie in der Google My Business-Hilfe unter „Bulk-Upload-Tabelle erstellen“ à „Öffnungszeiten“. Was hier jedoch fehlt: Eine Öffnungszeit wie 11:30-14:00, 17:00-22:00 muss in Anführungszeichen gesetzt werden, da Google My Business sonst das Komma als den Beginn einer neuer Spalte ansieht und Ihr Restaurant plötzlich in den SERP sonntags nur von 11.30-14.00 geöffnet ist und am eigentlichen Ruhetag Montag von 17.00-22.00 Uhr geöffnet hat. Oder stellen Sie sich mal vor, dass Finanzamt hat angeblich samstags Sprechstunde.

Darauf weist Google leider nicht hin und man erkennt das Problem erst, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.

 

Formatierungsfehler in Google My Business nach dem Bulk-Upload

 

 

Eine solche Meldung will niemand sehen, nachdem hunderte Standorte hochgeladen wurden. Außerdem zeigt Google My Business anschließend auch in der To-do-Liste auf der Listenansicht aller Standorte an, dass es etwas zu tun gibt:

 

 

 

 

Also habe ich die 19 Standorte einzeln geprüft und etwas verwundert festgestellt, dass es sich nur um Standorte handelte, bei denen sich ein Detail der Schreibweise in Google Maps von der Schreibweise des Kunden unterschied: Str. wurde nicht als gleichbedeutend mit Straße verstanden oder umgekehrt.

Bis hierhin hatte ich der Maschine zugetraut, solche Zusammenhänge mittlerweile problemlos zu erkennen. Ein Stichprobentest anderer Standorte im gleichen Konto offenbarte, dass dieses Problem bei vielen anderen Standorten nicht auftritt. Ich fing an zu recherchieren, ob auch andere auf dieses Phänomen gestoßen sind. Als ich später wieder in das betroffene Google My Business-Konto sah, war das To-do plötzlich verschwunden. Die vorher als fehlerhaft gekennzeichneten Straßennahmen entsprachen den hochgeladenen Namen und nichts deutete mehr auf einen Fehler hin.

Die Meldungen erscheinen weiterhin bei jedem erneuten Bulk-Upload. Ich ignoriere sie mittlerweile jedoch, da sie kurz darauf wie von Zauberhand verschwinden.

 

Probieren geht über Studieren

Google My Business wird immer wichtiger und die Funktionen nehmen zu, doch leider scheinen Support und Hilfe-Seiten nicht so schnell mit zu wachsen. Wir sammeln weiter unsere Erfahrungen und teilen diese gerne mit Ihnen. Sprechen Sie uns an unter info@adojo.de oder +49 911 99285881.

Google My Business: Nutzer kostenlos über Werbeaktionen & Veranstaltungen informieren


Juni, 2017

Mit der neuen Erweiterung von Google My Business können Unternehmen ab sofort Ankündigungen und Sonderaktionen direkt in der Google-Suche posten. Die Beiträge werden dann unter dem regulären My Business Profil für den Nutzer ausgespielt. Die Erweiterung war bis zum 10. Januar 2017 ein Pilotprogramm und befindet sich aktuell in der Rollout-Phase. Bis die Erweiterung für alle My Business Profile verfügbar ist, kann es daher noch etwas dauern. Im folgenden Beispiel bewerben wir z.B. unseren neuesten Blog-Beitrag.


 

Wie kann ich Beiträge erstellen?

Wenn Sie den Menüpunkt „Beiträge“ auf Ihrem Google My Business Dashboard wählen, können Sie direkt mit der Erstellung einer Werbeaktion oder Ankündigung starten.

Die Oberfläche für Beitrage ist einfach und intuitiv gestaltet. Sie müssen lediglich Ihren gewünschten Text einfügen sowie ein passendes Bild oder Video hochladen. Mit Hilfe des Vorschau-Modus können Sie zudem einen ersten Eindruck gewinnen, wie der Beitrag auf Ihre Nutzer wirkt. Wie bei allen anderen Werbeformen von Google, müssen auch hier die Richtlinien für externe Inhalte eingehalten werden.

Wenn der Beitrag nicht als Veranstaltung beworben werden soll, müssen Sie im Anschluss nur noch die passende „Call to action“ auswählen sowie die dazugehörige URL einfügen und veröffentlichen. Die Laufzeit der Beiträge liegt bei 7 Tagen und ist auf 8 Stück gleichzeitig begrenzt. Ältere Beiträge sind jedoch weiterhin für den Nutzer sichtbar, wenn er nach rechts scrollt und auf „Mehr von“ klickt. Die neue Erweiterung von Google My Business bietet ebenfalls die Möglichtkeit, Beiträge für die Zukunft zu planen.


 

Fazit

Die neue Erweiterung von Google My Business ist eine gute Ergänzung zu den bereits bestehenden Werbeformaten von Google. Wenn Nutzer somit nach Ihrem Unternehmen suchen, können sie zielgerichtet bevorstehende Veranstaltungen und Sonderaktionen bewerben. Durch die Platzierung neben dem regulären My Business Profil werden die Anzeigen zudem besonders hervorgehoben. Da die Erweiterung kostenlos und schnell umsetzbar ist – Unbedingt ausprobieren!
 

Alle Vorteile auf einem Blick:

  • Beiträge können termingenau geplant werden
  • Kostenlose Bewerbung aktueller Aktionen
  • Bild- sowie Videoformate werden unterstützt
  • 7 Tage Laufzeit der Beiträge
  • Bis zu 8 Beiträge gleichzeitig posten